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Karfreitagskonzert: 14. April 2017

Prenzlauer Zeitung vom 18.04.2017

Klassikgenuss am Karfreitag

Von Armin Gehrmann

Karfreitagskonzert 2017 (Foto: Armin
        Gehrmann)Prenzlau. Für die zahlreichen Zuhörer in der Prenzlauer St. Nikolai-Kirche wurde der Karfreitagabend zu einem besonderen Kunstgenuss. Mitglieder des Uckermärkischen Konzertchores und Camerata Nova Stettin gestalteten unter musikalischer Begleitung des Preußischen Kammerorchesters und unter der Leitung des Dirigenten Eugeniusz Kus (Szczecin) das „Konzert am Karfreitag“, das 19. seiner Art.

Das gut 70-minütige Programm wurde eingeleitet durch den Schlusschoral aus der Kantate „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ von Johann Sebastian Bach. Nach der Sinfonie Nr. 44 von Joseph Haydn, auch „Trauersinfonie“ genannt, wurde besonders die Aufführung von John Rutters „Requiem“ zu einem großen Genuss. Vielleicht auch deshalb, weil Rutter dabei zu musikalischen Mitteln griff, die für ein Requiem eher ungewöhnlich stimmungsvoll hell, ja fast liebevoll-freundlich sind.

Dabei zog vor allem die Sopranistin Peggy Steiner mit ihrer kraft-, aber hingebungsvollen Art der Darbietung fast in einer Zwiesprache mit dem Chor die Zuschauer in ihren Bann. Das zusammen ergab eine ganz besondere Klangfülle und begeisterte.



Prenzlauer Zeitung vom 11.04.2017

Polnischer Dirigent bringt englischen Komponisten in uckermärkische Kirche

Mit John Rutters "Requiem" setzen deutsche und polnische Musiker ihre Zusammenarbeit fort. Die Nikolaikirche ist Schauplatz einer beliebten Tradition.

Von Monika Strehlow

Eugeniusz Kus (Foto: Monika Strehlow)Prenzlau. Regelmäßig stehen zum Karfreitag die großen Werke geistlicher Musikliteratur auf den Konzertprogrammen. Komponisten der Renaissance haben die lateinischen Requiem-Texte vertont, ebenso wie die des Barock, der Wiener Klassik oder der Neuzeit. Auf diesen Reichtum dieser besonderen Kirchenkompositionen greifen zwei Vollblutmusiker in der Karwoche immer wieder zurück: der Stettiner Eugeniusz Kus und der Prenzlauer Jürgen Bischof. Dirigent, Chorleiter und Direktor des Schlosses der Pommerschen Herzöge im Ruhestand ist der eine, Musikpädagoge, geschäftsführender Direktor der Uckermärkischen Kulturagentur sowie Leiter der Kreismusikschule und Chorleiter der andere. Beide vereint seit Anfang der 1990er Jahre eine enge Freundschaft. Gemeinsam haben sie schon viele Musikprojekte ins Leben gerufen, von denen das Prenzlauer Karfreitagskonzert nur eines ist. Das erste erlebte 1997 seinen Auftakt und wird seit 1998 von Eugeniusz Kus dirigiert. Mit dabei sind seitdem auch immer Musiker des Preußischen Kammerorchesters und des Uckermärkischen Konzertchores auf der einen Seite, sowie auf der anderen Seite der Chor der Camerata Nova Stettin sowie Solisten aus Polen und Deutschland.

Dabei überraschen sie das Publikum neben den bekannten Requiems von Mozart und Brahms oder der Bachschen Johannes-Passion oft mit unbekannten Werken, die nur selten in den Konzertsälen gespielt werden. Dazu gehört in diesem Jahr das „Requiem“ von John Rutter aus Cambridge. Rutter sei vor allem wegen seiner eingängigen Melodien bekannt, sagt Jürgen Bischof. „Die Text-Musik-Beziehungen gehen oft sehr zu Herzen.“ Das ist auch der Grund, warum der Uckermärkische Konzertchor viele von Rutters Stücken im Repertoire aufgenommen hat. Seit Wochen proben Mitglieder des Chores an dem 1985 im texanischen Dallas uraufgeführten „Requiem“.

In dieser Woche wird Jürgen Bischof beide Chöre künstlerisch zusammenführen. Am Karfreitag dabei ist auch Sopranistin Peggy Steiner, den Uckermärkern bekannt aus vielen Neujahrskonzerten des Preußischen Kammerorchesters. Die aus Dresden stammende und in Berlin lebende Sängerin freut sich auf ihren Solopart in Rutters „Requiem“, das sie zum ersten Mal singen wird. Sie ist einfach begeistert von dem außergewöhnlichen Werk.

Nach dem Requiem erklingt Joseph Haydns 44. Sinfonie, die sogenannte Trauersinfonie. Wer sich am 14. April um 19 Uhr einen Platz in der Nikolaikirche sichern will, sollte sich an den bekannten Vorverkaufskassen rechtzeitig um Karten kümmern. Denn diese Tradition, die seit Jahren von der Stadt Prenzlau, der Sparkasse und dem Freundeskreis des Preußischen Kammerorchesters unterstützt wird, ist sehr beliebt und dementsprechend gut besucht.

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