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Dresdner Kreuzchor: 1. Juli 2016

Prenzlauer Zeitung vom 08.07.2016

Kreuzchor lockt 700 Besucher

Wenn kulturelle Höhepunkte auf dem Programm stehen, lassen sich die Prenzlauer nicht lange bitten. Zuletzt sorgte ein berühmter Knabenchor f ür Andrang.

Von Sven Wierskalla

Dresdner Kreuzchor in Prenzlau (Foto:
        Franz Roge)Prenzlau. Der jüngste Auftritt des berühmten Dresdner Kreuzchores in Prenzlau ist zu einem großen Erfolg geworden. Von der Uckermärkischen Kulturagentur und dem Uckermärkischen Konzertchor Prenzlau organisiert, strömten mehr als 700 Besucher in die Nikolaikirche. Selbst dort, wo sonst das Orchester spielt, Solisten oder die Chöre singen, waren zusätzliche Stühle aufgestellt.

Der Auftritt der weltbekannten Dresdner Knabenvokalisten erfolgte im Rahmen der Jubiläumstournee "800 Jahre Dresdner Kreuzchor". Dem im 13.  Jahrhundert gegründeten Kreuzchor gehören insgesamt 125 sogenannte Kruzianer an. Die Jungen und Jugendlichen im Alter von 9 bis 19 Jahren singen gemischt-stimmig von Sopran bis Bass. Zu Gastspielen reist der Chor in der Regel mit rund 80 Sängern an. In der Regel schlafen die jungen Sänger in Gastfamilien.

Die Jungen zeigten unter ihrem Leiter, Kreuzkantor Roderich Kreile, in der Nikolaikirche das ganze Spektrum ihres Könnens. Entsprechend breit war die musikalische Bandbreite der zahlreichen dargebotenen Stücke. Die Sänger intonierten Werke aus nahezu allen Epochen der Musikgeschichte,  Volksliedbearbeitungen ebenso wie eine Reihe von weltlichen Madrigalen.

Der Auftritt der Dresdner sorgte beim Publikum für große Begeisterung. Erst nach einer umfangreichen Zugabe ging das Konzert mit stehenden Ovationen zu Ende.



Prenzlauer Zeitung vom 19.04.2016

Berühmte Chöre sangen schon vor der Wende in Templin

Den Dresdener Kreuzchor hatte Klaus-Jürgen Gundlach auch in seine Stadt rufen können. Doch dann gab er auf.

Von Monika Strehlow

Klaus-Jürgen Gundlach (links) und
        Jürgen Bischof, Direktor der Kulturagentur (Foto: Alexandra
        Martinot)Uckermark. Das bevorstehende Gastspiel des Dresdner Kreuzchores am 1. Juli in Prenzlau ruft bei Dr. Klaus-Jürgen Gundlach Erinnerungen wach. Der  Templiner Kantor im Ruhestand konnte selbst während seiner beruflich aktiven Zeit den berühmten Chor in der Perle der Uckermark begrüßen. Mehr noch. Nicht nur der Knabenchor aus der sächsischen Metropole, sondern auch der bekannteste Leipziger Knabenchor, die "Thomaner", gastierte in Templin.

Und das schon vor der politischen Wende. Am 20. Juni 1983 sangen die Leipziger, am 8. Juli 1986 die Dresdener in der Templiner Maria-Magdalenen-Kirche. .Es waren damals schon Ensembles, die nicht irgendwo auftraten. "Ich habe sie einfach eingeladen", freut er sich heute noch. Bis zu 1000 Besucher kamen, die die jungen Sänger selbst erleben wollten. Nach 1990 gelang es Gundlach erneut, beide Chöre nach Templin zu holen. Am 27. Juni 1991 sangen die "Thomaner", am 4. Juli 1992 die "Kruzianer" in der Kirche.

Doch die Rahmenbedingungen hatten sich geändert. Vor der Wende sei es einfacher gewesen, 80 Quartiere und acht Hotelzimmer zu erhalten. Nach einer  Sondergenehmigung durfte er sogar in der Zeitung um Quartiereltern werben, erzählt der Kirchenmusiker. "Innerhalb von drei Tagen hatten wir die Unterbringung abgesichert. Das gestaltete sich nach der Wende ausgesprochen schwierig." In erster Linie habe die Kantorei für die Unterbringung der jungen
Sänger und ihrer Begleitung gesorgt. Viel gravierender aber war die sinkende Zahl der Konzertbesucher. "Kaum einer wollte sein Westgeld noch für Konzerte ausgeben", sagt Gundlach noch immer enttäuscht. Als sich der Aufwand nicht mehr lohnte, verzichtete er auf weitere Einladungen.

Doch von der Musik hat er sich auch im Ruhestand nicht zurückgezogen. Zum einen leitet er als Chefredakteur die Zeitschrift "Forum Kirchenmusik". Zum  anderen ist er selbst auf dem Konzertboden zu finden. 2015 war er zum Beispiel auf Einladung der Uckermärkischen Kulturagentur als Dirigent des Preußischen Kammerorchesters zur erleben. Er hofft, dass es noch mehr solcher  Gelegenheiten geben wird.



Prenzlauer Zeitung vom 01.04.2016

Dresdens Sängerknaben in Prenzlau

Die Vorbereitungen auf das Gastspiel eines der berühmtesten Knabenchöre in der Uckermark laufen auf Hochtouren. Nicht zum ersten Mal singen die Kruzianer in Prenzlau. Doch diesmal sind sie in Geburtstagslaune.

Von Monika Strehlow

Dresdner Kreuzchor (Foto: Matthias
        Krüger)Prenzlau. Einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands und Europas hat sich zu einem Gastspiel in der Uckermark angekündigt. Der Dresdner Kreuzchor, dessen 800. Gründungsjahr die Musikwelt in diesem Jahr feiert, tritt am 1. Juli in Prenzlau auf. Nach 2002 und 2011 ist es sein dritter Besuch in der uckermärkischen Kreisstadt.

Die Gastspiele eines der bekanntesten Chöre in der Uckermark ist vor allem der Vermittlungskunst von Jürgen Bischof zu verdanken. Der Geschäftsführende Direktor der Uckermärkischen Kulturagentur war in jungen Jahren sieben Jahre Mitglied der Dresdner Kapellknaben. Aber auch der gute Ruf des Uckermärkischen Konzertchores e.V., der erneut als Gastgeber auftritt, machte Kreuzkantor Roderich Kreile die Entscheidung einfacher, auf der Sommertour 2016 erneut einen Zwischenstopp in Prenzlau einzulegen.

Die jungen Kruzianer werden sicher einen Schimmer der glanzvollen Konzerte mitbringen, die sie seit Herbst 2015 anlässlich des seltenen Jubiläums geben.  Allein in der Kreuzkirche Dresden gestalten sie während des Geburtstagsreigens an die 70 Konzerte und liturgische Dienste. Einer ihrer besonderen Auftritte war Ende September das Festkonzert mit Bachs letztem großem Vokalwerk, der "h-Moll-Messe", die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört. Während  der Festwoche im Frühjahr erwartet die sächsische Landeshauptstadt am 23. April mit Beethovens "Missa solemnis" in der Kreuzkirche den Höhepunkt der Konzertsaison. Gerade erst debütierten die Kruzianer mit der Sächsischen Staatskapelle zu den Salzburger Osterfestpielen.

Mitte Juni starten die jungen Sänger zu ihrer traditionellen Deutschland-Sommertournee mit A-capel1a-Konzerten. Zu ihren Zielen gehören unter anderem die Festspiele Mecklenburg/Vorpommern, während der sie am 29. Juni in der Sternberger Stadtkirche singen. Am 1. Juli dann präsentieren sie in der  Prenzlauer Nikolaikirche Chormusik aus mehreren Jahrhunderten, von Monteverdi bis Brahms. Anschließend wird der Knabenchor in Chorin und Havelberg erwartet.

Der Uckermärkische Konzertchor e.V. bereitet sich seit Wochen auf den Besuch vor. Jürgen Bischof freut sich, dass der Verein es wieder geschafft hat, für Unterkunft und Versorgung der Kinder und Jugendlichen und deren Begleitung zu sorgen. Immerhin wird eine rund 70-köpfige Mannschaft erwartet. "Wir haben erneut ausreichend Gasteltern gewinnen können", bestätigt Vereinsvorsitzende Elke Rohsius. Viele Mitglieder hatten auch bei den ersten beiden Gastspielen des Dresdner Kreuzchores die Gästebetten frisch bezogen und erinnern sich gut an die fröhliche Atmosphäre, die die jungen Sänger verbreiteten. Natürlich werden die Gasteltern beim Konzert dabei sein - allerdings auf den Besucherplätzen und diesmal nicht auf der Bühne.

Beginn des Konzertes in der Nikolaikirche Prenzlau ist am 1. Juli um 19 Uhr. Dort haben die Kruzianer vor l3 Jahren das erste Mal in der Uckermark gesungen. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Karten gibt es in der  Stadtinformation Prenzlau, Telefon 03984 833952, sowie bei der Uckermärkischen Kulturagentur, Telefon 03984 833974.

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