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Jubiläumskonzert "20 Jahre Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau"

Prenzlauer Zeitung vom 29.03.2011

Einmal mehr Begeisterung ausgelöst

Jubiläumskonzert "20 Jahre Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau" (Foto: Lisa Martin)

Vielfalt: Einen eindrucksvollen Querschnitt aus 20 Jahren Chorgeschichte erleben die Besucher  der beiden ausverkauften Jubiläumskonzerte.

Von Lisa Martin

Prenzlau. Die Lobeshymnen, mit denen am Wochenende die Jubiläumskonzerte des Uckermärkischen Konzertchors gefeiert wurden, waren einmütig und Ausdruck großer Begeisterung. Die rund 600 Gäste,  die die beiden Konzerte am Freitagabend und Samstagnachmittag im Kultur- und Plenarsaal des  Landkreises besuchten, erlebten Besonderes; erlebten ein Programm, das in seiner Vielfalt bestach. Wiedergegeben wurde hier ein Querschnitt aus 20 Jahren Chorgeschichte – begleitet und unterstützt von  namhaften Gästen; von Dirigenten, Sängern und Instrumentalisten sowie dem Preußischen Kammerorchester.

„Wir laden gern uns Gäste ein“ betitelten die Choristen die Konzerte, an deren Programm zu arbeiten der  musikalische Leiter des Chores, Jürgen Bischof, schon vor einem Jahr begonnen hatte. Sein Anspruch an  das Können wie auch das Repertoire des Ensembles, das eine beeindruckende musikalische Bandbreite  bedient und von Volksliedern über geistliche Chormusik und konzertante Werke bis hin zu Oper und  Operette jedes Genre beherrscht und sich darin beweist, sollte hier, in diesen Konzerten anlässlich des  20-jährigen Bestehens des Uckermärkischen Konzertchores, einmal mehr deutlich werden. Und das wurde es. Bischof hatte Werke ausgewählt, die jedes für sich mit einer ganz eigenen Geschichte verbunden sind.  Einige davon erzählte Angela Steer, die sympathisch charmant durch das Konzert führte, dem Publikum.

In zwei Jahrzehnten ist das Repertoire des Chores beachtlich gewachsen. Kenner bestätigen eine Qualität der musikalischen Leistung, die vergleichbar mit der professioneller Chöre ist. Das ist der Leidenschaft der  Sängerinnen und Sänger für die Musik, ihrer Beharrlichkeit und ihres Fleißes ebenso wie der fordernden Strenge des Chorleiters zu verdanken. Nicht alle Choristen waren, so lässt Angela Steer das Publikum wissen,  vor 20 Jahren angetan von der Rigorosität des musikalischen Leiters. Manchmal mögen sie auch noch heute tief durchatmen und mit seiner fordernden Art hadern. Aber immerhin: Was die Sängerinnen und Sänger dem Publikum jetzt anlässlich der Jubiläumskonzerte boten und was sie vor allem damit auch selbst erlebten, ließ wohl selbst den kleinsten Groll noch schwinden. Und Bischof lobt: „Ich weiß, was der Chor leistet,  wie viel Arbeit dahinter steckt. Dem zolle ich großen Respekt.“

Dem schloss sich auch Frank Fillbrunn, Zweiter Beigeordneter des Landrates, an. Am Freitagabend überbrachte er die Grüße von Dietmar Schulze und beglückwünschte den Chor zu seinem Jubiläum in  anerkennenden und herzlichen Worten. Zu würdigen sei seine Rolle als kultureller Botschafter der Uckermark ebenso wie die Bereicherung des musikalischen Lebens in der Region. Am Beispiel der zahlreichen  Benefizkonzerte, deren Erlöse hiesigen Projekten wie beispielsweise mit 25000 Euro St. Marien in Prenzlau zugute kommen, machte er zudem die Verbundenheit des Chores mit der Uckermark als seiner Region  deutlich. Glückwünsche kamen ebenso von Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer, der den qualitativen Anspruch der Arbeit des Ensembles und dessen musikalische Leidenschaft hervorhob, auf europaweite Gastspiele verwies und überzeugt davon ist, dass die Sängerinnen und Sänger imstande sind, auch „ungeübte Zuhörer“ zu begeistern.

Brillant und nachhaltig beeindruckend dürften die beiden Konzerte am Wochenende jene Begeisterung einmal mehr ausgelöst und bei den Fans von Chor und Orchester bestärkt haben. Absolut stimmig waren die  Programmdramaturgie und die Auswahl der Akteure. Denn getreu dem Motto des Konzertes hatte man sich neben den „Preußen“ auch den Philharmonischen Chor Neubrandenburg eingeladen. Als Gastdirigenten  wirkten Gotthard Franke, Daniel Inbal und Thomas Runge neben Jürgen Bischof; am Klavier erlebte das Publikum den virtuos spielenden Niek van Oosterum und Karolina Piontek (Sopran) und Manuel Günther  (Bariton) verzauberten mit heiteren Operettenklängen. „Nachdem das Programm feststand, habe ich die Dirigenten angesprochen. Jeder von ihnen hat bereits mit dem Uckermärkischen Konzertchor ebenso wie mit  dem Preußischen Kammerorchester gearbeitet. Und jeder von ihnen hat gern und voller Freude zugesagt“, so Jürgen Bischof. Beinah wie auf den Leib geschrieben schienen vor allem Daniel Inbal, der von 2003 bis  2006 als Chefdirigent die „Preußen“ führte, und Thomas Runge, der vor allem die Unterhaltungskonzerte oft mit seiner Handschrift versah, jene Werke, die Bischof für sie ausgewählt hatte.

Atemberaubend und in ihrer Größe und Einzigartigkeit zweifelsohne Höhepunkt des Konzertes war Beethovens Fantasie für Klavier, Chor und Orchester, die von Inbal dirigierte „Chorfantasie“, die am Freitagabend mit stehenden Ovationen und am Sonnabend mit nicht minder viel Beifall gefeiert wurde. Doch auch all die anderen Werke, die der Chor interpretierte und in denen sich die Vielfalt musikalischen Könnens widerspiegelte,  faszinierten. So ernteten Cosima Bischof, Katarina Heinrich, Axel Krumrey und Martin Märkel tosenden Beifall für ihr „Halleluja“ von Leonhard Cohen; Händels „Halleluja“ aus dem „Messias“, dirigiert von Gotthard  Franke und verstärkt durch „seine“ Sänger aus Neubrandenburg, wirkte nachhaltig; während im zweiten Teil Thomas Runge mit Operetten-Melodien, begleitet von den Gesangssolisten, prickelnde Sektlaune  verbreitete. Als Solisten, die aus dem Chor ins Rampenlicht getreten und schon im Jugendchor singend auf sich aufmerksam gemacht hatten, waren Claudia Träger und Martin Märkel zu erleben. Nicht zu vergessen  ist zudem Aaron Dan, der in Christoph Willibald Glucks Intermezzo aus der Oper „Orpheus und Eurydike“ ebenso wie später in der „Chorfantasie“ mit seinen Querflöten-Soli fesselte und zutiefst berührte.

Am Ende wollte das Publikum den Beifall kaum enden lassen. Das Lächeln in den Gesichtern der Akteure ebenso wie der Besucher schien beredter Ausdruck dessen, dass man hier Besonderes gemeinsam erleben und  genießen durfte.



Prenzlauer Zeitung vom 23.03.2011

Sangesfreude für sich und andere

Klostergartenkonzert (Foto: NK)

Jubiläum: Zu seinem 20. Namenstag gibt der Uckermärkische Konzertchor am Freitag ein Festkonzert.

Von Peter Buske

Prenzlau. Ein Lied, ein Korn, ein Bier … das waren noch Zeiten, als kernige Männerchorkehlen in  geselligen Runden entsprechend in Schuss gehalten werden. Sicherlich auch beim Arbeitergesangsverein „Eichenkranz“, 1892 von sangesfreudigen Gewerkschaftern gegründet. Intensiv pflegen sie das deutsche  Volks- und Freiheitslied. Nach dem Ersten Weltkrieg in „Prenzlauer Volkschor“ umbenannt, stehen nun  auch Arbeiterkampflieder im Repertoire. Damit ist mit Beginn der Nazizeit Schluss, denn der Chor wird verboten, dann aufgelöst. Das Singen verstummt. Doch bereits im Mai 1946 werden die alten Traditionen wiederbelebt, als zwölf ehemalige Sänger zur Neugründungsversammlung einladen.

Über die Jahre hinweg bestimmt der Männerchor das volkskünstlerische Geschehen in der Stadt. Doch  auch das „schwache“ Geschlecht will ein lieblich Liedlein anstimmen, gründet 1972 den „Frauenchor  Prenzlau“. Jede Sangestruppe tritt für sich auf. Zwei Jahre später heißt die Losung: Aus zwei mach eins.  Drei Jahre währt die „Verlobungszeit“, dann wird 1977 die Ehe unter dem neuen Namen „Konzertchor Prenzlau“ geschlossen. Man probt eifrig, singt gewachsenes Können. Was dazu führt, dass der Chor bereits ein Jahr später als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ ausgezeichnet wird. Man stellt sich  Leistungsvergleichen, wird dabei mehrfach mit dem Prädikat „Mittelstufe sehr gut“ bedacht. Einmal gibt’s sogar „Oberstufe gut“, was eine Delegierung zu den 19. Arbeiterfestspielen 1982 in Neubrandenburg zur  Folge hat. Man singt, nun als „Uckermärkischer Volkschor“, unternimmt zum ersten Mal eine Konzertreise (nach Prag) und gibt, unter letztmaliger Stabführung des langjährigen Dirigenten Ulrich Schirrmeister, im Dezember 1989 ein weihnachtliches Kaffeekonzert im Hotel „Uckermark“. Was wird  der gesellschaftliche Umbruch bringen?

Zunächst einen neuen künstlerischen Leiter (Jürgen Bischoff), dann die erneute Umbenennung in  „Uckermärkischer Konzertchor“ (und dessen Eintrag ins Vereinsregister). Als solcher ist er mittlerweile  aus dem kulturellen Leben der Region, Brandenburgs und auch überregional nicht mehr hinwegzudenken. Nun steht ihm die ganze Welt von Fürstenwerder über Weilheim/Oberbayern bis Vilnius/Litauen offen. Doch mit der künstlerischen Gemütlichkeit ist’s vorbei. Seit sie unter dem „bischöflichen Krummstab“ stehen, so das im Chor verbreitete witzige Wortspiel mit dem Zeichen eines katholischen Würdenträgers, finden einzelne Stimmübungen statt: „bevor er uns schleift“, wie die heutige Vereinsvorsitzende und seit 1980 begeistert im Chor mitsingende Dagmar Krecker zu berichten weiß. Fortan muss man regelmäßig und pünktlich  erscheinen, diszipliniert und zielgerichtet arbeiten, unentwegtes Üben nicht als Belastung, sondern als qualitätsbefördernden Feinschliff zu betrachten. Mittlerweile sprechen die Ergebnisse für sich. Nicht nur ihr macht es „Freude, auch anderen Freude zu bereiten“.

Zielstrebig erweitert Bischof das Repertoire über die klassischen Chorweisen hinaus, wagt sich erfolgreich an Beethovens Neunte, Mahlers „Auferstehungs“-Sinfonie, Orffs „Carmina burana“… Verwegene Griffe?  „Ich studiere nur ein, was die Choristen auch stimmlich und gestalterisch zu bewältigen vermögen“, so sein Credo. Ausgewogenheit der Stimmen ist angesagt, ein runder und kompakter Klang erstrebt. Mit Hingabe,  Probeneifer und dirigentischem Einfühlungsvermögen werden anfängliche Hürden gemeistert. Und so begeistern über die Jahre immer wieder Leichtigkeit und Schlichtheit, Präzision und Kraft, Klarheit und Reinheit  des Singens. Es erneut zu genießen, ist beim Festkonzert am25. März, 19.30 Uhr, im Kultur- und Plenarsaal reichlich Gelegenheit.



Prenzlauer Zeitung vom 17.03.2011

„Wir laden gern uns Gäste ein“

Klostergartenkonzert 2010 (Foto: Lisa Martin)

Festkonzerte: Zu seinem 20. Namenstag will der Uckermärkische Konzertchor seinen Freunden, Sponsoren und Fans ein tolles Erlebnis bieten.

Von Monika Strehlow

Uckermark. Der Uckermärkische Konzertchor Prenzlau feiert unter dem Motto „Wir laden gern uns Gäste ein“ in wenigen Tagen seinen 20. Namenstag. Seit Wochen bereiten sich die Sänger unter der Leitung von  Jürgen Bischof auf ihre Jubiläumskonzerte vor, zu denen sie am 25. März, ab 19.30 Uhr, und am 26. März, um 16 Uhr, zahlreiche Gäste im Kultur- und Plenarsaal des Landkreises Uckermark in Prenzlau erwarten.

Das Programm, von Angela Steer moderiert, zeigt querschnittartig die musikalische Geschichte und Vielseitigkeit des Chores, macht Bischof neugierig. Begleitet vom Preußischen Kammerorchester erklingen berühmte Chorwerke aus „Der Messias“ und „Julius Caesar“ von Georg Friedrich Händel sowie aus Kantaten von Johann Sebastian Bach. Dazu singt der Chor immer wieder gern gehörte Volksliedersätze. Ludwig van Beethovens „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester“, die Chorfantasie, beschließt den ersten Teil des Konzertabends festlich.

Mit einem Hauch Frühling und tänzerisch gelöst erklingen Ausschnitte aus Smetanas „Die verkaufte Braut“ sowie ein Potpourri beliebter Operettenmelodien. Der Chor singt gemeinsam mit Solisten unter anderem  Szenen wie „Wer uns getraut?“ aus „Der Zigeunerbaron“ oder „Im Feuerstrom der Reben“ aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, den Tanzwalzer „Erstrahlen die Lichter“ aus „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich  Kálmán und die unsterbliche Melodie „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ aus „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller. Das Solisten- und Dirigentenaufgebot spiegele auch Chorgeschichte wider, betont Jürgen Bischof. Der  ehemalige Chefdirigent des Preußischen Kammerorchesters, Daniel Inbal, heute stellvertretender Generalmusikdirektor in Osnabrück, Thomas Runge, Chordirektor der Staatsoperette Dresden, Gotthard Franke,  Chordirektor des Neustrelitzer Theaters und er selbst als Chorleiter des Uckermärkischen Konzertchores dirigieren die Darbietungen von Chor und Orchester. Solisten sind Niek van Oosterum, Klavier, aus Berlin,  Karolina Piontek, Sopran, von der Staatsoperette Dresden und Manuel Günther, Tenor, aus Dresden, Teilnehmer am Finalkonzert des 39. Bundeswettbewerbs für Gesang 2010.

Bei der Chorfantasie von Beethoven erhält der Konzertchor Unterstützung vom Philharmonischen Chor Neubrandenburg, der zu den Partnerchören zählt. Karten sind in der Stadtinformation, Telefon 03984 833952, und in der Kulturagentur,  Grabowstraße 18, Telefon 03984 833974, erhältlich. Das Konzert wird unterstützt von der Sparkasse Uckermark und von der Uckermärkischen Kulturagentur.



Prenzlauer Zeitung vom 02.03.2011

Historie bringt Denkwürdiges zutage

Konzert des Uckermärkischen Konzertchors Prenzlau im Friedgarten des Dominikanerklosters Prenzlau 1992 (Foto: Archiv Bischof)Festkonzert: Seit zwanzig Jahren trägt der Uckermärkische Konzertchor seinen Namen. Daran wird mit einem besonderen  Musikerlebnis erinnert.

Von Monika Strehlow

Prenzlau. Es ist schon verwirrend, wenn der Uckermärkische Konzertchor im Vorjahr erst den 20. Jahrestag der Weihnachtskonzerte in  Kirchen der Stadt mit Jubiläumskonzerten begeht, dann aber Ende März 2011 sein gleichnamiger Trägerverein zum Festkonzert anlässlich des 20. Geburtstages einlädt. Ein Blick in die Geschichte des Laienensembles gibt nicht nur darüber Aufschluss, sondern fördert weitere  denkwürdige Jahreszahlen zutage.

Als zum Beispiel die Zigarrenmacher [aus den Fabriken] Zacher und Krause in Prenzlauer Fabriken mit anderen Männern den „Arbeitergesangsverein Eichenkranz“ gründeten, legten sie die historische Basis für den heutigen Uckermärkischen Konzertchor, der sich in seiner Tradition sieht.  Nach der Umbenennung 1914 in „Volkschor Prenzlau“ – woran man 100 Jahre später wieder mit einem Konzert erinnern könnte – wurde er  in der NS-Zeit verboten.Im Mai 1946 – vor 65 Jahren –stellt sich der „Prenzlauer Volkschor“dessen Vermächtnis.Nach weiteren Stationen –  wie dem Zusammenschluss mit dem Prenzlauer Frauenchor 1977 – gab sich der Chor 1990 eine Vereinssatzung und wurde am 30. Mai  1990  ins Vereinsregister eingetragen. Am 25. März 1991 dann beschloss der „Uckermärkische Volkschor Prenzlau e.V.“ sich umzubenennen  in „Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau e.V.“. Im neuen Namen sollte sich der neue inhaltliche Anspruch widerspiegeln, dem sich Sänger und Chorleiter stellten. Jürgen Bischof hatte am 4. Januar 1990 die künstlerische Leitung übernommen und wollte mehr als „nur“ Volkslieder, öffnete den Blick für klassische Konzertliteratur und Oratorien, Oper, Operette und zeitgenössische Musik. „Damit steht der Chor  auch in den besten musikalischen Traditionen des Prenzlauer Musikvereins, der Jahrzehnte vor und während des Zweiten Weltkrieges Prenzlauer Musikgeschichte schrieb“, findet Bischof.

Männer wie Paul Voigt, Gerhard Thomas, Ullrich Schirrmeister und Bischof prägten das Laienensemble, das über Wendewirren hinweg im völlig neuen Kulturbetrieb in Sälen und auf Bühnen nicht nur der Uckermark erfolgreich agiert. Seiner Historie widmet sich eine Festschrift, an der Verein und Chor arbeiten und die Mitte April vorliegen soll. Reich illustriert, mit Zitaten aus dem wahren Leben, kommentiert durch Persönlichkeiten wird sie detaillierte Einblicke in das Werden und Wachsen des Uckermärkischen Konzertchores, eingebunden in seine Vorgeschichte und die Prenzlauer Musikgeschichte, vermitteln.

Als der Kartenverkauf für das Jubiläumskonzert vom 25. März begann, gab es eine solch große Nachfrage, dass sich die Akteure entschlossen, am Sonnabend, dem 26. März, das Konzert zu wiederholen. Gut so,  denn das Programm spiegelt die 20 Jahre nicht nur künstlerisch wider, zum Beispiel mit Stücken der ersten Stunde wie „Die Gedanken sind frei“. Es vermittelt auch die Vielseitigkeit des Repertoires von a cappella bis  Chorsinfonik und Operette. Neben Volksliedklassikern wie „Heidenröslein“ erklingt Beethovens Chorfantasie, Händel steht neben Smetana und Johann Strauß. Diese unglaubliche Vielseitigkeit des Chores wurde durch,  wie Jürgen Bischof sagt, „einen tollen Glücksumstand gefördert, um den uns mancher beneidet“. Denn mit dem „Preußen“ haben die Sänger immer auf ein Orchester zurückgreifen können, das quasi als „Hausorchester“ zur Verfügung steht und ohne das manche Projekte undenkbar wären. Übrigens wird das Festkonzert mit mehr als einer Besonderheit glänzen. Mit Daniel Inbal und Thomas Runge werden Dirigenten dabei sein, die für die vielen Gastdirigenten bei den Chorprojekten stehen – von Michael Güttler aus München bis Eugeniusz Kus aus Stettin. Auch treten andere Sänger auf, stellvertretend für die vielen Gastchöre der  Vergangenheit. Und schließlich werden die Zuhörer Solisten erleben, die sich im Uckermärkischen Konzertchor entwickelten. Von Angela Steer moderiert, erwartet die Zuhörer ein farbiges Programm, das vor allem  Freude machen und Vorfreude vermitteln soll auf das, was sich der Uckermärkische Konzertchor schon wieder vorgenommen hat: zum Beispiel die Mitwirkung im „Weißen Rössl“, dem neuen Projekt der  Uckermärkischen Bühnen Schwedt.

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